EOOS

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Photo: Walter Knoll

Auf der Suche nach einem passenden Namen für ihr Designstudio wurden Gernot Bohmann, Harald Gründl und Martin Bergmann bei Ovid fündig: Beim Durchstöbern der Metamorphosen des antiken römischen Dichters sprang den Designern der Name Eoos ins Auge. Die Symmetrie der vier Buchstaben und die zwei O gefielen sofort, und so nannten sie ihr 1995 gegründetes Studio nach einem der vier Pferde, die den Wagen des Sonnengottes Helios ziehen.

Die Namensfindung nimmt in gewisser Weise das vorweg, was im Laufe der Zeit zur kreativen Methode weiterentwickelt wird: Poetische Analyse nennt das Trio, das sich während des Studiums an der Universität für angewandte Kunst in Wien kennenlernte, seinen unkonventionellen Ansatz. Dabei geht es darum, die vergangenen Wurzeln eines Themas zu ergründen, die in Form von Bildern, Mythen und Ritualen tief im menschlichen Bewusstsein festgeschrieben sind.

„Unsere Sympathien gehören dem Irrtum, dem Paradox und dem unmittelbaren Gedanken“, sagen die drei Querdenker über sich selbst. Sobald ein inspirierendes Wort, Bild oder Gefühl gefunden ist, nimmt das Projekt seinen zu Beginn unvorhergesehenen Lauf. Am Ende des Designprozesses stehen stets originäre Entwürfe, die für einen poetischen Wow-Effekt im Alltag sorgen und mit intuitiven Funktionen überzeugen.

Die so kreative wie nonkonformistische Methode und die daraus hervorgehenden Produkte begeistern Hersteller und Fachjurys gleichermaßen. EOOS arbeitet mit einer Vielzahl renommierter Unternehmen wie Bulthaup, Carl Hansen & Søn, Dedon, Duravit, Laufen, Poltrona Frau, Walter Knoll und Zumtobel zusammen. Für seine Arbeiten wurden die Designer mit zahlreichen Designpreisen ausgezeichnet, darunter 2004 der begehrte Compasso d’Oro. Eine besondere Ehre wurde dem Trio 2015 zuteil, als das MAK, Museum für angewandte Kunst in Wien, das Werk von EOOS mit einer großen Einzelausstellung würdigte.

EOOS

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Walter Knoll